Pötrauer Praxis
Dörte Grimm
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Manuelle Lymphdrainage

Die manuelle Lymphdrainage ist eine Therapieform der physikalischen Anwendungen; ihre Wirkungsweise ist breit gefächert. Sie dient vor allem als Ödem- und Entstauungstherapie geschwollener Körperregionen, wie Körperstamm und Extremitäten, welche nach Traumata oder Operationen entstehen können. Besonders häufig wird diese Therapie nach einer Tumorentfernung nötig.

Durch schonende und manuelle Gewebsverformungen überwiegend an der Körperoberfläche wird der Abtransport von Gewebeflüssigkeit gefördert. Die Griffe orientieren sich entlang dem Verlauf von Lymphgefäßen in Abflussrichtung.

In bestimmter Abfolge werden einzelne Körperregionen behandelt:
Zuerst Regionen, die den Lymphgefäßmündungen am rechten und linken Venenwinkel nahe liegen, danach entferntere. Die leichte Drucksteigerung im Gewebe begünstigt die Aufnahme von Gewebsflüssigkeit über die Initialgefäße in die Lymphbahnen.
Die Dehnung des Gewebes regt die glatte Muskulatur der Lymphgefäße zur Kontraktion an. Deren Aktivierung wird unterst¨tzt durch eine Vagotonisierung, die als Folge der langen Dauer und des ruhigen Verlaufs der Behandlung auftritt.

Die Lymphdrainage wird an autorisierten Lehrinstituten (mindestens 180 Unterrichtsstunden ) unterrichtet.

Ziele:
  • Verbesserte Lymphtransportkapazität,
  • entstaute Körperregion,
  • Schmerzfreiheit,
  • verbesserte Eigenmotorik der glatten Muskulatur der Lymphgefäße,
  • Neubildung von Lymphgefäßen an Unterbrechungsstellen und Vagotonisierung.